Aktionstag "Österreich isst frei" am 21. Oktober

LH-Stv. Stephan Pernkopf, NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und Direktorin Klaudia Tanner weisen auf den echten Preis und Wert hochqualitativer, regionaler Lebensmittel und auf die Initiative "Unser Essen: Gut zu wissen wo's herkommt" hin.

Am 21. Oktober werden zahlreiche Bäuerinnen und Bauern auf sympathische Art auf ihre vielfältigen Leistungen aufmerksam machen.

KONSUMENTENINFO - Bereits zum dritten Mal setzt der Niederösterreichische Bauernbund gemeinsam mit dem Verein "Die Bäuerinnen" und der Landjugend NÖ rund um den Nationalfeiertag wieder ein Zeichen für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft und die Bedeutung des regionalen Lebensmitteleinkaufs.

Um die Konsumentinnen und Konsumenten über den echten Wert und Preis hochqualitativer regionaler Produkte und über die Initiative „Unser Essen: Gut zu wissen, wo’s herkommt“ zu informieren, werden hunderte Bäuerinnen und Bauern aus allen Regionen Niederösterreichs am Samstag, 21. Oktober 2017, einen landesweiten Aktionstag abhalten.

„Niederösterreichs Bäuerinnen und Bauern stehen kompromisslos für höchste Qualität sowie eine flächendeckende, gentechnikfreie Produktion am Acker und produzieren nach den europaweit höchsten Anforderungsstandards in Bezug auf Tierwohl, Naturschutz und Nachhaltigkeit. Sie versorgen uns mit regionalen Lebensmittel-Spezialitäten und geben uns so Sicherheit und Unabhängigkeit von Billigimporten aus dem Ausland“, erklären im Vorfeld dazu NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner.

Tagtäglich mit Lebensmittel aus heimischer Produktion versorgt zu werden ist nicht selbstverständlich, sind doch die Bäuerinnen und Bauern in der Wertschöpfungskette vom Saatgut bis in den Lebensmitteleinzelhandel meist das schwächste Glied in der Kette.

Klar ist: Jede Kundin und jeder Kunde entscheidet beim Einkauf im Supermarkt wie im Bauernladen darüber, welche Produkte eine Berechtigung im Regal haben. „Wir sehen die Konsumenten als unsere wichtigsten Verbündeten und wollen auf sympathische Art das Bewusstsein für regionale Lebensmittel entsprechend stärken“, betonen Schultes und Tanner, dass man bewusst machen müsse, „dass jeder Griff ins Regal eine politische Aktion ist“ und man damit Produktionsbedingungen, Qualitätsstandards und die Handelsstruktur beeinflusse.

Eine gut funktionierende Landwirtschaft und Regionalwirtschaft ist und bleibt auch in Zeiten des Überangebots die Grundvoraussetzung für hohe Lebensqualität und die Lebensfähigkeit des Landes. Der Kauf regionaler Produkte hat viele Vorteile: Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben in der Region. Ein Plus von zehn Prozent im heimischen Lebensmitteleinkauf schafft 10.000 neue Jobs. Dies entspricht einer Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro. Arbeitsplätze in der Region bedeuten nicht zuletzt Kaufkraft in der Region.

„Herkunft benötigt Vertrauen und Transparenz schafft Vertrauen - vor allem bei Lebensmitteln. Daher gibt es im Lebensmittelhandel zum Teil schon seit Jahrzehnten verpflichtende und genau geregelte Herkunftsangaben. Bei frischem Obst wie auch Gemüse gelten diese seit mehr als 50 Jahren, bei Eiern seit zehn und bei Fleisch seit zwei Jahren. Die Gastronomie wiederum setzt auf freiwillige Systeme und Landwirtschaftskammer beziehungsweise AMA bieten mit 'Gut zu Wissen' der Gemeinschaftsverpflegung ein System an, das ermöglicht, die Herkunft von Fleisch und Eiern auf der Speisekarte transparent zu machen“, erklärt NÖ Bauernbundobmann und LK-Präsident Hermann Schultes auch die Initiative “Unser Essen: Gut zu wissen, wo’s herkommt“, die die Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus-Verzehr fokussiert.

Einen immer wichtigeren Bereich hinsichtlich Herkunftskennzeichnung nimmt nämlich die Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen und Großküchen ein. „Auch jene 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, die täglich außer Haus essen, haben das Recht zu wissen, woher Eier oder Fleisch auf ihrem Teller stammen“, so Tanner.

Herkunft der Lebensmittel transparent machen

„Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Milch, Fleisch und  Eier unter höchsten Qualitäts- und Tierschutzstandards und können auch den Bedarf in und für Österreich decken. Es liegt an den heimischen Verarbeitungsbetrieben, an Gastronomie und Hotellerie sowie an Kantinenbetreibern, nun verstärkt und bewusst auf heimische Lebensmittel zurückzugreifen“, ergänzen Tanner und Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die langjährige Bauernbund-Forderung, „dass die Österreicherinnen und Österreicher wissen wollen, was woher auf ihren Teller kommt“, erinnern Tanner und Neumann-Hartberger an zahlreiche Umfragen. Dennoch ist es beim Außer-Haus-Verzehr bzw. in verarbeiteten Produkten oft schwierig, als Konsumentin und Konsument zu erfahren, woher die einzelnen Produkte kommen. „Wer auf heimische Lebensmittelqualität und zu Lebensmitteln mit dem AMA-Gütesiegel greift, ist auf der richtigen und gesunden Seite“, sieht sich Tanner bestätigt und dankt in diesem Zusammenhang auch jenen heimischen Gastronomie- und Verarbeitungsbetrieben, die bereits jetzt auf freiwilligen Kennzeichnung ihrer verarbeiteten Produkte und damit auf Transparenz der Herkunft setzen.

Landesweiter Aktionstag am 21. Oktober

Um die Kundinnen und Kunden auf den Wert von Lebensmitteln und die Bedeutung des Einkaufens vor Ort für die regionale Wirtschaft aufmerksam zu machen, werden Bäuerinnen aus allen Regionen Niederösterreichs am Samstag, 21. Oktober 2017, zu Info- und Sympathiekundgebungen aufrufen. An rund 25 Standorten im Land -vor Supermärkten, Bauernmärkten oder Direktvermarktern - wird gezielt das Gespräch mit den Konsumenten gesucht, diese werden auch mittels Informationsmaterial (z. B. AMA-Gütesiegel, Herkunftszeichen, etc.) über die Leistungen der österreichischen Landwirtschaft für die Gesellschaft in Kenntnis gesetzt.