Festakt zu "70 Jahre Föhrenau"

Schwarzaus Bürgermeister Günter Wolf, Lanzenkirchens Bürgermeister Bernhard Karnthaler, Gastwirt Alfred Koglbauer, Ignaz Rapf, Bundesrat Martin Preineder, GGR David Diabl

Alfred Koglbauer, BR Martin Preineder, Bgm. Bernhard Karnthaler, Pfarrer Emmanuel, Schwarzaus Bürgermeister Günter Wolf, Alt-Vizebgm. Walter Schabauer, Ignaz Rapf; Fotos: Hans Tomsich

Karnthaler: Ehrungen für Ignaz Rapf und Alfred Koglbauer

Einer der Höhepunkte des Festaktes anlässlich „70 Jahre Föhrenau“ war am 10. Juni im Festzelt beim alten Föhrenauer Feuerwehrhaus die Ehrung zweier Personen, die auf ihre Art das Siedlungsgebiet, welches teils zur Gemeinde Lanzenkirchen und teils zur Gemeinde Schwarzau/Steinfeld gehört, geprägt haben. Sowohl Ignaz Rapf als auch Gastwirt Alfred Koglbauer wurden von Lanzenkirchens Bürgermeister Bernhard Karnthaler für ihre Verdienste um die Marktgemeinde Lanzenkirchen Dank und Anerkennung ausgesprochen. Belegt wurde dies mit Urkunde und Marktwappen-Ehrennadel. Zu den Gratulanten zählten neben Bundesrat Martin Preineder, die Geschäftsführenden Gemeinderäte der ÖVP Martin Karnthaler und David Diabl auch Pfarrer Mag. P. Emmanuel Ukpai OP sowie von Schwarzauer Seite Bürgermeister Günter Wolf, Vizebürgermeister Thomas Streng, Altbgm. Alfred Filz, der ehem. Vzbg. Walter Schabauer und mehrere Gemeinderäte.

 

Für das Ambiente rund um die Ausstellung „70 Jahre Föhrenau“ und des festlichen Abends, zu dem auch viele Ortsbewohner gekommen waren und sich zu den musikalischen Darbietungen des „Duos Er & I – a Weltpartie“ gut unterhielten, sorgte die Freiwillige Feuerwehr Föhrenau mit ihrem Kommandanten Heinz Grundner. Schwarzaus Bürgermeister Günter Wolf spannte in seiner Rede einen weiten geschichtlichen Bogen zur Vergangenheit in dieser Region. So sei bereits im 11. Jahrhundert dieser Landstrich mit der Siedlung Schnotzendorf erstmals urkundlich erwähnt worden. Diese wurde aber vermutlich 1529 von den Türken vollkommen verwüstet und niedergebrannt. Später dann ließ Christoff Teufel (Schlossherr von Pitten und Frohsdorf) auf dem öden Gebiet einen Schaffkerhof bauen. Dieser Hof ist der heutige Föhrenhof. Auf einem Teil seiner Gründe befindet sich nun das Siedlungsgebiet Föhrenau. Es entstand, nachdem 1946 ein Wirbelsturm weite Teile des Föhrenwaldes umlegte und aus dem billigen Holz das Erlacher Sägewerk EONIT Holzhäuser produzierte und 30 davon gleich einige hundert Meter weiter weg aufstellen ließ (daher der Name „Bretteldorf“). Daran erinnerte die oben erwähnte Ausstellung im alten Feuerwehrhaus.

 

Lanzenkirchens Bürgermeister Bernhard Karnthaler bezog den Inhalt seiner Festansprache hingegen auf die Gegenwart. „Heute sieht man, was aus diesem Bretteldorf geworden ist. Hut ab vor jenen, die dies geschafft haben“, sagte er. Auch lobte er die Zusammenarbeit der beiden an Föhrenau „beteiligten“ Gemeinden auf zahlreichen Ebenen und will diese noch weiter ausbauen. Einig sind sich die beiden Amtskollegen daher, wie es in Zukunft weitergehen soll. „Wir beide wollen die Garantie sein, dass Föhrenau eine Einheit bleibt.“