Seit 2002 wurden in Niederösterreich 500 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Mitarbeitern der Wasserbau-Abteilung, Copyright: NLK Reinberger

Bürgermeister Bernhard Karnthaler, Gemeinderat Manfred Grimm und Vzbgm. Franz Knötzl (Tattendorf) im Gespräch mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf; Copyright: Monihart

Bürgermeister Bernhard Karnthaler und HABAU-Polier Gerhard Gleichweit bei einer Besichtigung der Arbeiten

Projekt in Lanzenkirchen in Bau. Wird nächstes Jahr fertig gebaut.

Das Jahr 2002 brachte für Niederösterreich eine dramatische Hochwasserkatastrophe, die auch enorme Schäden verursacht hat. In Niederösterreich hat man darauf reagiert und ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt: In einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Land und Gemeinden konnten seither 500 Hochwasserschutzprojekte fertiggestellt und damit 270 Gemeinden sicherer gemacht werden. 870 Millionen Euro wurden dafür von Bund, Land und Gemeinden gemeinsam investiert. Diese Erfolgsbilanz hat man am 22. November  zum Anlass genommen, um unter dem Motto „Niederösterreich sagt Danke“ ein „Fest des Dankesagens“ zu veranstalten.

Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte in ihrer Stellungnahme den niederösterreichischen Familiensinn, der sich gerade in den Hochwasserkatastrophen bewährt habe: „Wir in Niederösterreich leben das Miteinander – nicht nur in der Katastrophe, sondern auch am Tag danach.“ Dieses Miteinander brauche es auch in der Umsetzung der Hochwasserschutzprojekte, und dafür sage sie heute „ein großes und herzliches Dankeschön“, so die Landeshauptfrau. Land, Bund und Gemeinden arbeiteten „Seite an Seite“, betonte sie: „Die Zusammenarbeit funktioniert.“

Niederösterreich habe eine „Vorbildwirkung auf andere europäische Länder“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Bis 2023 habe man noch 160 weitere Projekte in Planung, gab er einen Ausblick: „Derzeit sind 70 Projekte in Bau, 25 schließen wir heuer ab und 25 beginnen wir wieder neu.“ Im Blick nach vorn sei es auch besonders wichtig, „den Zusammenhalt der Familie Niederösterreich auch in Zukunft beizubehalten“, betonte er.

Hochwasserschutz in Lanzenkirchen

Die Sanierung des Hochwasserschutzes am Leithadamm ist nun vollständig angelaufen. Die Firma HABAU führt die Arbeiten bereits durch. Es wird ein Dichtkern aus speziellen Erdmaterial in den Damm eingebaut. Dazu wird einerseits das Material vom bestehenden verwendet und andererseits geeignetes Material aus der Region zugeführt.

Die Arbeiten werden in einem Jahr abgeschlossen werden. Insgesamt werden etwa 5 Millionen Euro investiert. Danach ist eine entsprechender Schutz für die Bevölkerung vor einem Hochwasser wieder gewährleistet. Bei einer Informationsveranstaltung Mitte Oktober wurde das Projekt von allen beteiligten Partnern vorgestellt. Um den Schutz auch im Bereich des Ofenbachs zu verbessern, wird an der Einleitung des Ofenbachs in die Leitha gearbeitet. Hier befindet man sich im Planungsstadium, da es noch zahlreiche Punkte gibt, die geklärt werden müssen.

Link zur Aussendung des Landes NÖ: http://www.noel.gv.at/noe/Seit_2002_wurden_in_Niederoesterreich_500_Hochwasserschut.html