Karl Münchhausen und sein Valentin

Oder: Wie man mit frechen Geschichten Gemeindepolitik machen will

Kennen Sie den Unterschied zwischen Karl Valentin und Karl/Valentin? Der erstere war ABSICHTLICH komisch.

Eigentlich hatte ich gehofft, dass Karl ein anständiger Counterpart in der Verwaltung und Gestaltung unserer schönen Gemeinde wird. Aber ich hatte mich wohl getäuscht. Auf der Homepage der SPÖ und jetzt auch in ihrer "aktuellen" werden derart unverschämte Lügen und Halbwahrheiten verbreitet, dass man direkt Angst haben muss, jemand könnte diese auch noch glauben. Hier ein paar Beispiele:

Lieber Karl: es stimmt, wird sind eine relativ gesunde Gemeinde. Aber "schuldenfrei" sind wir nicht. Die SPÖ hat uns 1,8 Millionen Schulden hinterlassen, an denen wir die nächsten 16 Jahre zurückzahlen werden. Da kommen auf jeden/n Lanzenkirchner/in knapp 500,-€. Das ist - verglichen mit anderen Gemeinden - nicht viel, aber eben auch nicht "schuldenfrei".

Lieber Karl: du behauptest, die ÖVP hätte der SPÖ keine Referenten zugestanden (Homepage-News vom 19. Mai). Diese Lüge ist besonders unverschämt, da die anwesenden Gemeindebürger/innen der konstituierenden Gemeinderatssitzung vom 19. Mai 2010 Zeuge wurden, wie die SPÖ ALLE Angebote der Mitarbeit abgelehnt hat. Dabei wurden ihr die wichtigsten Referenten angeboten, darunter Straßen und Kanal. Liebe Leser/innen, wollen Sie wissen, mit welcher Begründung? "Wir werden doch nicht für euch die Arbeit machen!" (Zitat Karl aus einem Telefonat mit Bernhard Karnthaler). Der Parteiobmann der SPÖ hat wohl vergessen, dass die Gemeinderäte für die Marktgemeinde Lanzenkirchen arbeiten und nicht für Parteien.

Lieber Karl: in der "aktuellen" lässt du deinen neu ernannten Kampfhund Valentin darstellen, drei Buswartehäuschen in Föhrenau wären von der ÖVP abgelehnt worden. Ja das stimmt, aber warum? Weil die Gemeindefinanzen nicht so rosig sind wie von der SPÖ behauptet und der Bürgermeister richtigerweise entschieden hat, zu einem Buswartehäuschen in Föhrenau vor dem Spielplatz wäre - aufgrund des Verkehrsaufkommens - ein weiteres von dem Gemeindesaal wichtiger. Ist das Setzen von Schwergewichten etwa ein Problem für die SPÖ?

Dennoch - oder gerade deshalb - reiche ich Dir die Hand zur Zusammenarbeit. Werd vernünftig und bleibe ehrlich. Deshalb sind wir gewählt worden.

Dein "Gegenüber", gf. Parteiobmann der ÖVP Lanzenkirchen

Thomas Heinold